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Nachgebacken: Tarallucci napoletani

Ich gebe es ja zu, ich habe Hemmungen – Backhemmungen. In einem Brotbackbuch, welches ich mir optimistischerweise zugelegt habe, stand sinngemäß drin, dass viele gute Köche (ich zähle mich mal dazu) von sich behaupten, nicht backen zu können. Tu ich auch. Nach Meinung des Autors läge es aber daran, dass diese Leute es nicht tun würden (stimmt auch), weil Backen eigentlich soooo schwer nicht sei (hmmm, ich weiß ja nicht). Las es also und buk weiterhin nicht. Dabei möchte ich wirklich, also backen können (vor allem Brot) und so tolle Meisterwerke zaubern wie Eva von Deichrunner, Jutta Schnuppschnüss oder Zorra, wahrscheinlich muss ich mich einfach mal trauen, wie Robert, damit ich meinen Erfahrungshorizont erweitere und meine Backhemmungen abbaue.

Also, begonnen mit der Therapie habe ich dann mit einem Rezept von Peppinella bzw. Peppinellas neapolitanischer Schwiegermutter: Tarallucci napoletani. So im Nachhinein sehr vermessen von mir, ausgerechnet mit einem Rezept anzufangen, das nur über derart vage Mengenangaben verfügt.

Ich hab dann also mal das Rezept halbiert und angefangen.

500g Mehl
1/2 Würfel Frischhefe
100ml Olivenöl und noch ein bißchen
100ml Weißwein und noch ein bißchen
100ml Wasser und noch ein bißchen
1/2 TL Salz
1 TL getrockneten Rosmarin
1 gehäuften TL Fenchelsamen

Den halben Hefewürfel habe ich in dem warmen Wasser aufgelöst, dann alle Zutaten miteinander vermischt und zu einem Teig verknetet. Der hatte dann Phasen von extrem bröckelig (zu wenig Flüssigkeit) bis schleimig (zu viel Flüssigkeit). Also noch ein wenig Mehl dazu bis er dann eine für mich ganz richtige Konsistenz hatte. Kaum hatte er die richtige Konsistenz, fiel mir auf, dass ich das Salz vergessen hatte. Tarralucci ohne Salz, na prima…

Unter ein Küchentuch versteckt geht der Salzlose dann eine Stunde. So war der Plan. Nach 30 Minuten mal vorsichtig geäugt – nix. Nach 60 min – nix. Nach 2 Stunden sah er dann doch gegangen aus und ich habe ihn weiterverarbeitet. Backofen auf 180 – 200 Grad vorheizen. Aus dem Teig erst Würstchen, dann Ringe formen und dann für ca 25 min in den Backofen.

Sehen tatsächlich passabel aus.

Mit Salz wären die richtig gut gewesen, so waren sie halt etwas salzarm.


6 Antworten zu „Nachgebacken: Tarallucci napoletani“


  1. 5. November 2009 um 07:17

    salzarm entspricht bester italienischer Bäckertradition. Aussehen tun sie jedenfalls wie bei peppinella.

  2. 5. November 2009 um 11:08

    Super sind Dir diese gelungen! Salzarm finde ich gut und gesund, ist doch kein Problem, wenn nötig ein paar weiße Körner drauf und dann passt scho :-)

  3. 3 Eva
    5. November 2009 um 19:21

    Aussehen tun sie perfekt und du stellst dein Back-Licht total unter den Scheffel!

    Trau dich einfach und du wirst tolle Brote backen!

  4. 6. November 2009 um 11:41

    Das Salzproblem kenne ich auch. Und das kann man hinterher leider nicht mehr ausbügeln.

  5. 8. November 2009 um 11:04

    sehen klasse aus. wir sollten uns zusammen tun. ich backe auch sehr ungern. demnächst quäle ich mich wieder durch die „plätzchen-saison“

  6. 8. November 2009 um 15:07

    Wow, das sieht perfekt aus! Zu wenig Salz ist doch nicht so schlimm, zumindest um Längen besser als zuviel. :-)


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Soweit nicht anders vermerkt sind alle Rezepte für zwei Personen. Da im Hause Mestolo oft ohne Rezept, sondern nach Gefühl gekocht wird, sind Mengenangaben manchmal schwierig grammgenau zu nennen - ich bemühe mich aber.

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